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Bogi Bell

Bogi Bell wurde 1971 in Nettetal geboren und studierte Freie Kunst an der Kunstakademie Arnheim in den Niederlanden. Sie lebt und arbeitet als bildende Künstlerin und freischaffende Fotografin in Köln.

Impressum

Bogi Bell
Hommericher Str. 10
51789 Lindlar
Deutschland

+49 2207 9129224
+49 163 2936247

info@bogi-bell.com


Internetseiten

bogi-bell.com Freie Arbeiten

me-in-a-suitcase.com


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Authentische Zeugen der Gegenwart mit der Aura eines unwiederbringlichen Gestern.


Einsam und verlassen scheint uns der urbane Raum und ebenso einsam und verlassen der Mensch in ihm. Was ist es, das uns vertraute Orte in Bogi Bells Fotografien so seltsam und fremd, mitunter bedrohlich erscheinen lässt? Die, mit einer Horizon 202 aufgenommenen Schwarz-weiß Bilder Ihrer Serie „Randgestalten“ lassen es erahnen.

Die zumeist öffentlichen Räume wirken fest, trutzig und dem Menschen gleichgültig gegenüber. Über der gesamten Szenerie liegt eine melancholische Stille. Ist eine Person zugegen - Nein, sie wird sich hier nicht lange aufhalten, sie wird bald wieder gehen - verliert sie sich an den Rand gedrängt in dem sie umgebenden Raum. Da wo der Mensch den Ort durchschreitet, wo er innehält oder sich auf einer Bank niederlässt wirkt er seltsam erstarrt und scheint ein wenig deplatziert und seiner Umgebung zu widersprechen.

Dennoch sind Bogi Bells Arbeiten nicht wie man vermuten könnte inszeniert, sondern authentische Zeugen der Gegenwart, denen die Aura eines unwiederbringlichen Gestern anhaftet. Das Fehlen von Farbe, als auch das Panorama-Format bestärken die Atmosphäre einer zeitlosen, vom Menschen unabhängigen Dauerhaftigkeit, der der Mensch als flüchtiger, vergänglicher Moment gegenübergestellt ist. Vielleicht hinterlässt der Mensch Spuren, aber so wie er selbst, werden auch sie verschwinden.

Dieses Motiv findet sich nicht nur in den „Randgestalten“, sondern durchzieht das gesamte Schaffen der Künstlerin. In all Ihren Werken erzählt uns Bogi Bell von dem Kommen und Gehen des Menschen. Sie berichtet uns von dem Verhältnis des Menschen zu einander, zu sich selbst und zu seiner Umgebung. Das fotografisch Festgehaltene, augenscheinlich Alltägliche, Banale wandelt sich in Bogi Bells Werken zur Tragödie oder Komödie, je nachdem, und stellt die Frage nach dem Menschsein überhaupt.

Dieses zu verdeutlichen, ließ Bogi Bell den reinen Pfad der Fotografie verlassen. In dem auf ein Jahr angelegtem Projekt „me in a suitcase“ spürt sie dem Menschsein auf eine andere Art und Weise nach. Am 19. August 2006 schickte Bogi Bell einen Koffer leeren Inhalts auf Reisen. Mit der Bitte den Koffer nach einer Woche an eine beliebige Person weiterzureichen, konnte der neue Besitzer, was immer er wollte, in diesen Koffer packen. Am 19. August 2007 fand der Koffer seinen Weg zurück und landete unversehrt wieder bei der Künstlerin. Er hatte in diesem Zeitraum 30 Stationen passiert. Bogi Bell hatte jeweils die 30 Kurzzeit-Besitzer besucht und sie samt Koffer und Inhalt portraitiert.

In Bogi Bells neuestem Werk „buried in oblivion“ wird das vormals erwähnte „Verschwinden“ besonders verdeutlicht. Schwarz-Weiß Portraits aus der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts steckt die Künstlerin in Apothekerampullen, fügt einen zersetzenden Stoff hinzu und verschließt sie zuletzt mit einem Glasstopfen. Als Installation in Szene gesetzt, bleiben die Fotografien ihrem Schicksal überlassen und der eingeleitete Zersetzungsprozess lässt die Portraits und seine Menschen allmählich verschwinden.
Ralph Marquass, FENZkunstraum, Februar 2010

buried in oblivion

Agtha - a personal leg

Agatha - a personal leg ist eine sehr persönliche Auseinandersetzung von Bogi Bell mit ihrem mehr als halbjährigen Aufenthalt Im St. Agatha Krankenhaus Köln. In zweifacher Hinsicht spielt die Fotografie für sie eine erhebliche Rolle bei der Verarbeitung dieses Erlebnisses. Im Krankenbett nutze sie ihr iPhone, um ihre alltäglichen Rituale, ihr persönliches Umfeld tagebuchartig festzuhalten und somit ihrer besonderen Situation zwischen Angst und Hoffnung Ausdruck zu verleihen. In einer zweiten Phase der Aufarbeitung dieses Bildmaterials ist ihr die tiefere Bedeutung dieser Fotografien jenseits einer reinen Dokumentation bewusst geworden. Sie geben ihrem Denken und Fühlen in dem Zustand einer völligen Abhängigkeit eine reale Existenz und helfen ihr, einen selbstbewussten Umgang mit ihrer Lebenssituation zu finden. Wolfgang Zurborn

Selbstbild

Die Frage nach dem Dasein, dem immer wiederkehrenden „Wer bin ich?“, die Beobachtung und Identifizierung des eigenen Körpers, Geistes und Geschlechts, sowie dessen Wirkung und Gegenwirkung auf das andere, sind Manifeste mit denen sich Bogi Bell seit Anbeginn ihres künstlerischen Daseins intensiv beschäftige.

Tagbuchzeichnungen

Ein puristisches Selbstporträt und viele Tage an denen mich etwas berührt, die mich nicht loslassen, die mich begeistern, an denen ich wütend bin oder glücklich, an denen ich mich vergnügt oder betrübt fühle.
Ich nutze viele Arten zu Illustration: malen, zeichnen, kleben, schneiden, reißen, etc. Meine Art der Gestaltung ist abhängig von meiner Emotion des Tages und soll unregelmäßig, spontan und impulsiv geschehen.

Randgestalten

Die Serie Randgestalten beschäftigt sich mit Menschen, die die Künstlerin mit kompositorischen Mitteln rein formal an den Bildrand rückt oder, die aufgrund von Äußerlichkeiten bereits zu den Randgruppen gezählt werden. Hiermit greift sie aktuelle und immer wiederkehrende Themen unserer Gesellschaft wie Alter, Religion oder den Generationskonflikt auf. Dabei legt sie durch die Verwendung von Schwarz-Weiß Panorama-Photographien Wert darauf, mit leisen Worten anzuregen und zum Nachdenken aufzufordern. Alle Bilder dieser langfristig angelegten Serie entstehen aus der Situation heraus und beziehen die Umgebung der „Randgestalt“ bewusst mit ein. Die Bilder entstanden bis 2010 mit der Panoramakameras Horizon 202, seither mit der Noblex 135U.

me in a suitcase

Ein Koffer auf Jahresreise vom 19. August 2006 - 19. August 2007
Bogi Bell fand diesen Koffer am 17. August 2006 in Bonn am Straßenrand, wo er einsam auf den Sperrmüllwagen wartete. Angetan von seinem Alter sowie seinem Aussehen und erschüttert über sein bevorstehendes Ende nahm sie ihn mit, eine spontane Idee bereits im Kopf, nach Hause. Zwei Tage später schickte sie ihn auf seine Reise von Besitzer zu Besitzer und sie reiste zu ihnen, um den Kofferinhalt zu dokumentieren.

Projektarbeiten

Bilder, die zu Projekten von menschenfotografie.net gehören.

Small World

Menschen, Objekte, Gebäude, Konstellationen - kurz besonderes, das mein Auge wahr nimmt. Meine kleine Welt.